Process Intelligence Sprint
Transparenz schaffen, Hebel identifizieren, Steuerung operierbar machen – in wenigen Wochen
Viele Organisationen haben Daten, Tools und Reports – aber dennoch keine belastbare Transparenz darüber, wo Prozesse wirklich Wert vernichten: Durchlaufzeiten, Ausnahmen, manuelle Arbeit, Rework, Schnittstellen und unklare Verantwortlichkeiten. Typisch ist dann Aktionismus: Automatisierung ohne Priorisierung, KI ohne Prozesslogik, Tool-Debatten ohne End-to-End-Sicht.
Im Process Intelligence Sprint machen wir Prozessleistung sichtbar und steuerbar. Sie erhalten eine klare Prozesslandkarte, identifizierte Hebel (Standard vs Ausnahme), eine priorisierte Maßnahmenliste inklusive Business Case-Logik und eine erste Steuerungsmechanik (Signals, Ownership, Cadence), damit Verbesserungen im Regelbetrieb wirken.
Für wen ist dieses Format geeignet?
Der Process Intelligence Sprint ist besonders geeignet, wenn Sie…
- Prozesskomplexität spüren, aber keine belastbare End-to-End-Transparenz haben,
- viele Ausnahmen und manuelle Tätigkeiten sehen, aber die eigentlichen Treiber nicht klar sind,
- Automatisierung/KI planen, jedoch nicht wissen, wo der größte Hebel liegt,
- Best-of-Breed nutzen und Prozesse über Systemgrenzen hinweg orchestrieren müssen,
- Steuerung verbessern wollen, ohne zuerst den gesamten Tool-Stack zu verändern.
Was Sie danach in der Hand haben (Deliverables)
Sie erhalten ein Ergebnis-Set, das direkt in Steuerung, Priorisierung und Umsetzung genutzt werden kann:
- Prozesslandkarte & Prozessarchitektur (High-Level): End-to-End-Sicht inkl. Schnittstellen und Verantwortlichkeiten
- Bottleneck- und Exception-Analyse: Top-Ausnahmen, Rework-Schleifen, Medienbrüche, manuelle Arbeit
- Process Intelligence Baseline: Durchlaufzeiten, Varianten, Touchpoints, Compliance-/Qualitätsindikatoren (je nach Datenlage)
- Hebel-Backlog (priorisiert): Maßnahmen nach Impact/Aufwand, inkl. „Now/Next/Later“
- Business-Case-Logik (pragmatisch): Nutzenhebel (Zeit, Qualität, Cash, Service) + Aufwand/Risiko
- Steuerungsmechanik (Light): Signals/Leading Indicators, Ownership, Trigger/Korridore, Cadence
- Optional: Automatisierungs-/KI-Kandidatenliste (fokussiert, umsetzungsnah)
Wann ein anderer Einstieg besser ist
Dieses Format ist weniger geeignet, wenn…
Sie bereits eine belastbare End-to-End-Prozessarchitektur inkl. KPI-Definitionen, Ownership und Steuerungsritualen im Betrieb haben.
der Hauptbedarf aktuell strategische Priorisierung über mehrere Themen (Transformation, Organisation, Systeme) ist (dann ist der Operating Model & Transformation Blueprint geeigneter).
Sie vor allem die Umsetzung und Stabilisierung laufender Maßnahmen sicherstellen müssen (dann ist Adoption Engineering (Day-2) der bessere Anschluss).
Sie keine ausreichende Verfügbarkeit der Prozess-Owner für Scope, Interviews und Entscheidungstermine haben.
es sich um ein reines Tool-/Implementierungsthema handelt, ohne Bedarf an Prozess- und Steuerungslogik.
Hinweis: Wenn Datenlage/Transparenz gering ist, starten wir häufig mit einem klar abgegrenzten Prozess und einem „Minimum Viable Baseline“-Set.
Vorgehen in 3 Phasen
Phase 1: Prozess-Scope & Daten-/Signalbild (Woche 1)
- Auswahl 1–2 End-to-End-Prozesse (z. B. Order-to-Cash, Procure-to-Pay, Plan-to-Produce)
- Klärung Prozessziele (Zeit, Qualität, Service, Cash) und Abgrenzung
- Daten- und Systemlandkarte (wo entstehen Signale? wo entstehen Ausnahmen?)
Outputs
Prozess-Scope & Zielkriterien: 1–2 End-to-End-Prozesse, Ziele (Zeit · Qualität · Service · Cash) und klare Abgrenzung
System-/Datenlandkarte (Light): relevante Systeme, Datenquellen, Schnittstellen, Definitionen und erkennbare Lücken
Signal-Set (Hypothese): erste Leading Indicators inkl. Owner-Entwurf und Messbarkeit (was ist kurzfristig belastbar?)
Standard-/Ausnahme-Hypothese: erste Exception-Kategorien und vermutete Treiber (inkl. Prioritätsannahme)
Sie haben danach einen klaren Scope und ein belastbares Signal- und Datenbild.
Phase 2: Analyse & Hebelidentifikation (Woche 2)
- Varianten-/Ausnahme-Analyse (wo entstehen Rework und Medienbrüche?)
- Bottlenecks (Queue, Übergaben, Freigaben, Informationslücken)
- Ursachencluster (Organisation, Regeln, Daten, Systemlogik)
Outputs
Bottleneck-Map: Top-Engpässe entlang des End-to-End-Prozesses (Queues · Übergaben · Freigaben · Informationslücken)
Exception-Cluster: Varianten/Ausnahmen nach Kategorien, Häufigkeit und Wirkung (Rework · manuell · Verzögerung · Risiko)
Baseline (so datenbasiert wie möglich): Durchlaufzeit/Varianz, Touchpoints, Rework-Indikatoren, Compliance-/Qualitätsmarker
Hebel-Hypothesen: Standardisierung · Automatisierung · Governance – mit erwarteter Wirkung pro Cluster
Sie kennen die Engpässe und Ausnahmen – und die Hebel mit der größten Wirkung.
Phase 3: Priorisierung, Blueprint & Steuerung (Woche 3)
- Maßnahmenpakete (Now/Next/Later) inkl. Abhängigkeiten
- Business-Case-Logik und Umsetzungsreihenfolge
- Steuerungsmechanik: Signals, Trigger, Ownership, Cadence
Outputs
Priorisiertes Hebel-Backlog: Maßnahmenpakete (Now/Next/Later) nach Impact/Aufwand/Risiko inkl. Abhängigkeiten
Roadmap für erste Wirkung (30–90 Tage): Sequenz, Quick Wins vs. strukturelle Hebel, Entscheidungsbedarfe
Steuerungs-Setup (Light): Signals/KPIs, Trigger/Korridore, Ownership, Decision Cadence, Decision Log-Template
Umsetzungsprinzipien: Standard-/Ausnahme-Logik und Playbook-Ansatz für die wichtigsten Exception-Kategorien
Sie haben ein priorisiertes Backlog und ein Steuerungs-Setup für den Regelbetrieb.
Dauer und Tiefe passen wir an Ihre Situation an. Typisch sind 2–4 Wochen, abhängig von Datenlage und Prozessumfang.
Ihr Vorteil: Prozessintelligenz, die nicht im Dashboard endet
Der Sprint ist bewusst so gebaut, dass er nicht bei Analyse stehen bleibt. Sie erhalten:
- klare Entscheidungen, wo Standardisierung nötig ist,
- welche Ausnahmen Playbooks brauchen,
- und welche Automatisierungs-/KI-Initiativen wirklich Wert liefern.
Process Intelligence wird erst wirksam, wenn sie in Steuerung übersetzt wird – nicht wenn sie nur visualisiert wird.
Typische Ergebnisse (Beispiele)
Je nach Prozess und Datenlage sind typische Outcomes:
- 3–7 Hebel, die den größten Impact liefern (statt 30 Ideen)
- messbare Reduktion von Ausnahmen/Varianten durch Standardisierung und Regeln
- weniger manuelle Tätigkeiten durch fokussierte Automatisierung
- klarere Ownership, weniger Eskalationen, bessere Durchlaufzeiten
- ein belastbares 90-Tage-Backlog mit Verantwortlichkeiten und „Definition of Done“
Häufige Fragen
Müssen wir bereits Process Mining im Einsatz haben?
Nein. Wir nutzen vorhandene Daten und Prozesswissen. Falls Process Mining existiert, integrieren wir es. Falls nicht, arbeiten wir mit pragmatischen Baselines und Signalen.
Ist das ein IT- oder ein Fachbereichsformat?
Primär ein Operating-Model-/Prozessformat. IT ist relevant für Daten und Integrationen, die Steuerung ist jedoch fachlich verankert.
Was ist der Unterschied zum Operating Model & Transformation Blueprint?
Der Blueprint ist die übergeordnete Struktur für Transformation und Steuerung. Der Process Intelligence Sprint ist tiefer auf 1–2 Prozesse fokussiert und liefert konkrete Hebel und Umsetzungslogik aus Prozesssicht.
Wie geht es danach weiter?
Typisch: 90-Tage-Umsetzungsphase mit Adoption Engineering (Cadence, Reviews, Backlog-Steuerung) oder ein weiterer Sprint auf den nächsten End-to-End-Prozess.
Process Intelligence Check (45 Min)
In 45 Minuten klären wir mit Ihnen, welcher Prozess-Scope den größten Hebel hat und wie ein Sprint in Ihrer Situation aussehen sollte.
Sie erhalten im Gespräch:
eine erste Scope-Empfehlung (1–2 End-to-End-Prozesse)
Hypothesen zu Engpässen und Ausnahme-Treibern
Vorschlag für Deliverables, Dauer und Beteiligung
nächsten Schritt: Sprint, Blueprint oder Day-2 Begleitung
Unverbindlich · keine Vorbereitung nötig · remote